Geschenke

Hochzeitsgeschenke mit persönlicher Note: Ideen, die bleiben

· von Seraina Gisler

Die Einladung zur Hochzeit liegt auf dem Tisch, und mit der Vorfreude kommt die Frage: Was schenken wir? Viele Paare wünschen sich heute Geld für die Hochzeitsreise oder einen Beitrag an die gemeinsame Wohnung. Andere haben eine Wunschliste. Und dann gibt es die Gäste, die etwas ganz Eigenes schenken möchten, das über den Tag hinaus bleibt. Dieser Ratgeber hilft bei der Entscheidung und zeigt, wie Sie auch ein Geldgeschenk persönlich gestalten.

Zuerst: Was wünscht sich das Paar?

Der wichtigste Hinweis steht oft schon in der Einladung oder auf der Hochzeitswebsite. Viele Paare leben bereits zusammen und haben einen vollständigen Haushalt. Ein weiteres Fondue-Set oder die dritte Salatschüssel freut dann kaum. Fragen Sie im Zweifel bei den Trauzeugen nach. Sie wissen meist, ob es eine Wunschliste, ein Geschenkkonto oder eine gemeinsame Aktion der Gäste gibt.

Respektieren Sie den Wunsch des Paares, auch wenn Sie selbst lieber etwas Greifbares schenken würden. Eine persönliche Kleinigkeit zusätzlich zum Geldbetrag ist fast immer willkommen.

Wie viel schenkt man?

Eine verbindliche Regel gibt es nicht, und Beträge hängen stark von der Beziehung zum Paar, der eigenen finanziellen Situation und dem Rahmen der Hochzeit ab. Eine häufige Überlegung ist, ob man nur zum Apéro oder auch zum Fest eingeladen ist, und ob man allein, als Paar oder als Familie kommt. Engere Verwandte und Trauzeugen schenken oft etwas mehr. Wichtig ist vor allem: Schenken Sie, was für Sie stimmt. Kein Paar sollte die Gästeliste nach Geschenkbeträgen beurteilen, und die meisten tun das auch nicht.

Eine schöne Möglichkeit ist ein Gruppengeschenk. Mehrere Freundinnen und Freunde legen zusammen und können so einen grösseren Wunsch erfüllen, etwa ein Wochenende in einem besonderen Hotel oder ein hochwertiges Möbelstück.

Geldgeschenke kreativ verpacken

Geld im Umschlag ist praktisch, aber wenig originell. Mit etwas Fantasie wird daraus ein Geschenk, über das am Fest gesprochen wird:

  • Reisekasse: Banknoten in einen kleinen Koffer oder eine Weltkarte stecken, dazu ein paar Ideen für die Flitterwochen.
  • Fotorahmen: Geldscheine als Fächer um ein gemeinsames Foto des Paares anordnen.
  • Gutschein-Box: Mehrere Umschläge mit Anlässen beschriften, zum Beispiel «für den ersten Streit», «für den ersten Jahrestag» oder «für einen Regentag».
  • Pflanze mit Geld: Ein kleines Bäumchen oder Bonsai, an dem gerollte Banknoten hängen.

Persönliche Geschenke, die bleiben

Wer etwas Greifbares schenken möchte, liegt mit persönlichen Gegenständen richtig. Sie haben einen ideellen Wert, der mit den Jahren eher wächst. Typische Beispiele sind:

  • Gravierte Erinnerungsstücke wie ein Holzbrett, eine Schmuckschatulle oder eine Uhr mit Namen und Datum der Hochzeit
  • Ein Fotobuch mit Bildern aus der Kennenlernzeit, ergänzt um Wünsche der Gäste
  • Ein Gutschein für ein gemeinsames Erlebnis, etwa ein Kochkurs, eine Weindegustation oder eine Ballonfahrt
  • Eine Flasche Wein aus dem Hochzeitsjahrgang, die das Paar an einem späteren Jahrestag öffnet. Hintergrund zu Regionen und Rebsorten finden Sie bei Swiss Wine.

Gravuren eignen sich besonders gut, weil sie ein Alltagsobjekt einmalig machen. Ein Schneidebrett mit den Namen des Paares und dem Hochzeitsdatum wird jeden Tag benutzt und erinnert an den Tag. Anregungen und Vorlagen für Namen, Daten und kurze Sprüche finden Sie etwa bei Anbietern für personalisierte Geschenke mit Gravur. Achten Sie darauf, die Schreibweise der Namen vorher genau zu prüfen, und bestellen Sie früh genug, denn persönliche Anfertigungen brauchen etwas Vorlaufzeit.

Was eher nicht passt

Ein paar Geschenke sorgen häufiger für Verlegenheit als für Freude:

  • Grosse Dekorationsobjekte, die nicht zum Stil des Paares passen
  • Haustiere ohne vorherige Absprache
  • Sehr persönliche Kleidung oder Parfum, wenn man den Geschmack nicht genau kennt
  • Geschenke, die das Paar am Fest herumtragen muss, wie sperrige Pakete. Lassen Sie diese lieber nach Hause liefern.

Die Karte nicht vergessen

Unabhängig vom Geschenk ist eine handgeschriebene Karte das, was das Paar oft am längsten aufbewahrt. Schreiben Sie ein paar persönliche Zeilen: eine gemeinsame Erinnerung, einen Wunsch für die Zukunft oder einfach, was Sie an den beiden schätzen. Das muss nicht lang sein. Ein ehrlicher Satz wirkt mehr als ein abgeschriebenes Zitat.

Wann und wie übergeben?

An vielen Hochzeiten gibt es einen Geschenketisch oder eine Box für Karten. Legen Sie Ihr Geschenk dort ab, statt es dem Brautpaar direkt in die Hand zu drücken, denn die beiden haben am Tag selbst alle Hände voll zu tun. Beschriften Sie Karte und Geschenk gut sichtbar mit Ihrem Namen, damit das Paar später weiss, bei wem es sich bedanken kann. Wer nicht am Fest dabei sein kann, schickt das Geschenk vorher oder kurz danach mit einer Karte.

Geschenke für Trauzeugen und Eltern

Nicht nur die Gäste beschenken das Brautpaar. Viele Paare möchten sich auch bei Trauzeugen, Eltern oder Helferinnen bedanken, die monatelang mitgeplant haben. Hier passen kleine, persönliche Gesten: ein graviertes Glas, ein Schmuckstück mit dem Datum, ein gerahmtes Foto vom Tag oder ein gemeinsames Essen nach der Hochzeit. Übergeben Sie diese Geschenke am besten in einem ruhigen Moment, etwa beim Frühstück am Tag danach.

Fazit

Das beste Hochzeitsgeschenk ist eines, das zum Paar passt. Halten Sie sich an die Wünsche der beiden, gestalten Sie Geldgeschenke kreativ und setzen Sie mit einer persönlichen Kleinigkeit oder einer Gravur einen Akzent. Und schreiben Sie eine Karte, die von Herzen kommt.